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Naturpark Zittauer Gebirge

Wo Felsen, Wälder und Tradition verschmelzen

Steinzoo, Querxe, Webstühle und mehr

In der zauberhaften Felsenwelt des Zittauer Gebirges lässt sich viel entdecken. Nashorn, Schildkröte oder Brütende Henne sind nur drei der zahlreichen “Bewohner” des Steinzoos rund um die Kurorte Jonsdorf und Oybin. 

Sagenhafte Bewohner kleiner Höhlen und Felsspalten in den Wäldern des Zittauer Gebirges stellen Kindern in der Erlebnisausstellung des Naturparkhauses Zittauer Gebirge neugierige Fragen. Wer alle Fragen der Querxe richtig beantwortet erhält den Junior-Ranger Pass und eine Medaille.

Einzigartige Textilgeschichte wird seit über 350 Jahren in Großschönau geschrieben und gelebt. Anfassen und Mitmachen ist in der Webschule Großschönau ausdrücklich erwünscht. Hierfür stehen verschiedene Webstühle und Materialien bereit. 

Vor 120 Jahren waren die Dampfzüge der Zittauer Schmalspurbahn die bequemste Art ins Zittauer Gebirge zu reisen. Heute ist eine Fahrt in den historischen Waggons ein ganz besondere Erlebnis. 

Tourismuszentrum 
Naturpark Zittauer Gebirge GmbH
Markt 9
02763 Zittau

Tel.: +49 3583 - 549940

E-Mail: tourismuszentrum@zittauer-gebirge.com


Zeitreise ins Zittauer Gebirge

Mit der Zittauer Schmalspurbahn auf Tour

Rucksack gepackt und los geht es auf Entdeckungsreise in das Zittauer Gebirge: Mit den täglich verkehrenden Dampfzügen der Zittauer Schmalspurbahn wird bereits die Anreise zum Erlebnis.
Auf der 16 Kilometer langen Strecke ab Zittau geht es in den familienfreundlichen Kurort Jonsdorf auf Abenteuerwanderung durch die Mühlsteinbrüche oder in den Kurort Oybin zur berühmten Burg- und Klosteranlage auf dem wohl bekanntesten Felsmassiv des Zittauer Gebirges, dem die Launen der Natur die Gestalt eines Bienenkorbes verliehen haben. Mit Kindern im „Gepäck” darf ein Halt auf dem Kinder-Bahnhof nicht fehlen, direkt neben dem Oybiner Empfangsgebäude befinden sich der Abenteuerspielplatz ganz im Stil der Bahn und das „Dampfbahn Café” . Nach einem aufregenden Tag gibt es im Speisewagen eine köstliche Stärkung für den Heimweg.
 

Tipps und Termine

Jährlicher Höhepunkt im Zittauer Gebirge ist das Festival HISTORIK MOBIL am ersten Augustwochenende mit zahlreichen Fahrzeugraritäten auf Schiene und Straße.
 

Außergewöhnliche Übernachtungsangebote der Zittauer Schmalspurbahn:
 
  • Pension „Zum Bahnel“ im Empfangsgebäude des Bahnhofs Kurort Jonsdorf
  • Ferienwohnung „Am Wasserhäuschen“ im Bahnhof Kurort Oybin
  • Ferienwaggons, zwei in Ferienwohnungen umgebaute Personenwagen

Gleichwohl, für welches Objekt Sie sich auch entscheiden, bei allen sind Sie hautnah am Betriebsgeschehen der ganzjährig dampfbetriebenen Schmalspurbahn dabei. 

Kontakt Kundenbüro:

Zittauer Schmalspurbahn –
SOEG mbH
Bahnhofstraße 41
02763 Zittau

Öffnungszeiten und Erreichbarkeit:

täglich von 8.30 bis 13.30 Uhr
Tel. +49 3583 540540
info@zittauer-schmalspurbahn.de
www.zittauer-schmalspurbahn.de

 
 

Dampfbahnroute

Die Zittauer Schmalspurbahn ist wie die Muskauer Waldeisenbahn (im Foto rechts), das Eisenbahnmuseum in Löbau und weitere Partner in der Oberlausitz Teil der DAMPFBAHN-ROUTE Sachsen.
Diese einzigartige „Ferienstraße” verbindet fünf täglich verkehrende Schmalspurbahnen, vier weitere mit Dampfzügen betriebene Museumsbahnen, zahlreiche Eisenbahnmuseen sowie die Standorte von Modellbahnen. Hinzu kommen einzigartige Bergbahnen sowie die weltweit älteste und größte Schaufelraddampferflotte, die auf der Elbe in und um Dresden im Einsatz ist.
Mit der DAMPFBAHN-ROUTE Sachsen wird die Landeshauptstadt Dresden auf drei Teilabschnitten mit der Messestadt Leipzig, dem Erzgebirge und Vogtland sowie dem Zittauer Gebirge vernetzt. Von
dort führt die Route weiter bis in die Muskauer Heide.
Östlich des Lausitzer Seenlandes können Fahrgäste mit der Muskauer Waldeisenbahn in den Landschaftspark Kromlau, bis nach Bad Muskau in den Fürst-Pückler-Park sowie zum Aussichtsturm
„Schwerer Berg” bei Weißwasser reisen.
Unter dem Dach der DAMPFBAHN-ROUTE Sachsen arbeiten seit 2010 rund 190 Partner zusammen. Sie bringen Gäste in Kontakt mit Kunst und Kultur, weltberühmtem Traditionshandwerk, hochwertigen Wellnessangeboten oder unverwechselbaren Naturschönheiten. Links und rechts des Schienenstranges finden Sie vielfältige Möglichkeiten für Aktivurlaub, Übernachtungen, Gastronomie und Freizeitspaß für die ganze Familie.

DAMPFBAHN-ROUTE Sachsen
Am Alten Güterboden 4
01445 Radebeul A/4
Tel. +49 351 2134440
info@dampfbahn-route.de
www.dampfbahn-route.de
www.facebook.com/dbrsachsen


Mit Kopflampe in den Steinzoo

In der zauberhaften Felsenwelt des Zittauer Gebirges lässt sich viel entdecken – gerade für Familien mit Kindern / Interview mit dem Erlebnispädagogen Lars Korff

Taube, Nashorn, Löwe, Bernhardiner, Schildkröte, Papagei oder brütende Henne: Im Naturpark Zittauer Gebirge lassen sich bizarre Gesteinsgebilde entdecken, die an Tiere erinnern. Die Felsenlandschaft
rund um die Kurorte Oybin und Jonsdorf wird deshalb auch ganz passend Steinzoo genannt. Ausflugsziele mit tierischen Namen wie Mausefalle, Elefantensteine, Ameisenberg oder Fuchskanzel beflügeln auf Schritt und Tritt die Phantasie. Jede Wanderung durch das Sandsteingebiet wird deshalb gerade für Kinder zu einer spannenden Entdeckungstour. Auf ganz eigene Weise animiert der Erlebnispädagoge Lars Korff (im Bild rechts) zur Tiersuche.
Der gebürtige Sauerländer lebt seit 2022 in Zittau und bietet geführte Wanderungen im südöstlichsten Zipfel Sachsens an, er wird oft von seinem Hund Beppo begleitet. Im Interview erzählt der 35-Jährige, wie es ihm gelingt, die Begeisterung für die landschaftlich reizvolle Gegend zu wecken.
Was hat Sie in die Region Zittau geführt?
Nachdem meine Eltern vor mehr als zehn Jahren nach Görlitz gezogen sind, hatte ich bereits Kontakt mit der Region. Als ich dann genug von der Großstadt Köln hatte, stellte sich die Frage: Wohin jetzt?
Zunächst wollte ich nach Görlitz ziehen, doch als ich bei Aufenthalten für Wohnungsbesichtigungen auch das Zittauer Gebirge besuchte, war für mich klar: Warum nicht nach Zittau? Die Entscheidung habe ich noch nicht bereut, da es genug zu entdecken und Platz für Ideen gibt. Da ich den Vergleich mit dem Leben in der Großstadt habe, denke ich oft daran, was für einen Schatz wir mit dem Gebirge vor Ort
haben.
Sie haben sich auf Führungen und Wanderungen für Familien spezialisiert?
Ich arbeite hauptberuflich beim Kinderschutzbund in Zittau und habe viel mit dieser Zielgruppe zu tun. Ich biete dort auch Familien- sowie Papa- Kind-Wanderungen an. Außerdem bin ich der Meinung,
dass man die Begeisterung für die Natur bei Kindern nur aktiv fördern kann, wenn man die Eltern mit ins Boot holt. Vielleicht gerade weil ich zugezogen bin, erinnere ich mich noch sehr gut an die Faszination beim ersten Anblick der Felsen. Diese Begeisterung versuche ich bei meinen Wanderungen weiterzugeben.
Ab welchem Alter sind die Familienwanderungen geeignet?
Grundsätzlich für alle ab fünf Jahren. Ich schaue am Anfang einer Tour jedoch stets auf die Fitness der Teilnehmer. Haben wir nur Sportskanonen dabei, kann ich immer einen Extraabschnitt einbauen.
Falls es für Kinder sehr anstrengend wird, greife ich in meine „Pädagogenkiste“, um sie spielerisch zu motivieren. Bei der Kopflampenwanderung ist es für die Kleineren auch immer eine Art Mutprobe, auf
dem dunklen Orgelsteig das Licht einmal ganz auszumachen und nur zu horchen, was im Wald „kreucht und fleucht“.
Wie reagieren Mädchen und Jungen bei den Wanderungen?
Die Touren kommen bei den Kindern grundsätzlich gut an, weil eine Kopflampenwanderung ein richtiges Abenteuer darstellt. Die verschiedenen Felsgebilde regen die Phantasie an. Um ganz ehrlich
zu sein, sehen Kinder meist viel mehr versteckte Details in den Steinen als Erwachsene. Wer hätte gedacht, dass die Formation „Küken“ im Steinzoo auch ein Huhn mit Rucksack sein könnte?
Haben Sie einen Lieblingsplatz im Zittauer Gebirge?
Es gibt für mich sehr viele Lieblingsplätze im Gebirge, die ich nicht unbedingt verraten will. Eine schöne, wenn auch sehr touristische Stelle ist der Beginn des Alpenpfads in der Nähe der Gondelfahrt
und der Schwarzwasserquelle. Ich liebe es, dort Blaubeeren zu pflücken und die Leute zu beobachten, die staunend und keuchend die Treppen Richtung Orgelsteig hinauflaufen.

Tipps: 
  • Wo genau sich Steintiere verstecken, Infos zum Steinzoo und zu Familienwanderungen gibt’s unter www.steinzoo.de
  • Steinzoowanderungen alle zwei Wochen Donnerstag im Juli & August um 9 Uhr. Genaue Termine unter www.zittauer-gebirge.com/ihre-erlebnisse
  • Kopflampenwanderungen alle zwei Wochen Donnerstag im Juli, August (21 Uhr) und Oktober (20 Uhr) am Parkplatz Gondelfahrt in Jonsdorf
  • Zwischen Kurort Oybin und Töpfer eignet sich ein Teil des Weges durch den Steinzoo sogar für Ausflügler mit Kinderwagen.
  • Mehr Informationen zu Veranstaltungen unter www.zittauergebirge.com/ihre-erlebnisse

Tourismuszentrum
Naturpark Zittauer Gebirge
Markt 9
02763 Zittau 
+49 3583 549940
tourismuszentrum@zittauer-gebirge.com
www.zittauer-gebirge.com

Familienwanderung

Ein kleines Mädchen namens Freda ist die Hauptfigur einer Geschichte über den Steinzoo. Mit großer Neugier versucht sie die Geheimnisse der zauberhaften Felsenlandschaft zu erforschen.
Was Freda dabei mit Großvater Lapius und ihrem Freund Brocki, einem kleinen Findling, erlebt, lässt sich in einer kleinen Broschüre nachlesen. Die Figuren begleiten beim Lesen durch das gesamte Heftchen, in dem auch drei Wanderrouten beschrieben sind – mit schönen Anreizen, die scheinbar versteinerten Tiere auszuspähen.


Wunderwerke der Natur

In Jahrmillionen entstanden: mit Naturparkführern durch magische Landschaft

Eine Reihe ausgebildeter und zertifizierter Naturpark - Führer erwartet Sie, die einzigartige Landschaft des Naturparks unter fachkundiger Anleitung und ganz entspannt zu erkunden. Auf über 400 km ausgewiesenen Wanderwegen erfahren Sie dabei viel Interessantes von den natürlichen Schätzen sowie der hiesigen Kulturlandschaft. Obwohl es aufgrund der Kleingliedrigkeit des Naturparks eine Vielzahl von Nutzern unterschiedlichster Interessengruppen gibt, werden Sie durch die Naturpark -Führern trotzdem noch Besonderheiten und Raritäten erleben, welche Sie hier womöglich nicht vermuten. Besonders geologisch Interessierte treffen auf eine unglaubliche Vielfalt an Gesteinsformationen, welche ihren Ursprung vor vielen Millionen Jahren in der Kreidezeit haben. Auf dem Grundgebirge aus Granodiorit-/ Granit lagerten sich in dem damals existierenden Meer mehrere 100 Meter mächtige Schichten aus Sanden und bindigen Materialien ab. Durch Druck und chemische Prozesse verfestigten sich diese Ablagerungen. Es bildete sich Sandstein. Durch nachfolgende Erosions- und Verwitterungsvorgänge entstanden vielgestaltige Sandsteinfelsformationen, welche besonders die Gebiete um Jonsdorf, Oybin, Lückendorf und Waltersdorf prägen. 
Durch die starke Hitzeeinwirkung durch den Vulkanismus im Tertiär wurde das Gestein verändert, so dass ein besonders poröser und gehärteter Sandstein entstand, wie er z.B. in den Jonsdorfer Mühlsteinbrüchen zu finden ist und über viele Jahre hinweg dort abgebaut wurde.

Doch lassen Sie sich selbst überraschen, die Naturpark - Führer erwarten Sie!

Regelmäßige Führungen gibt es in der Saison von April bis Oktober jeweils am Samstag wöchentlich versetzt 10.00 Uhr in Jonsdorf/ Parkplatz Gondelfahrt und Oybin/ Bahnhof Niederoybin. Über das Tourismuszentrum Zittau können individuelle Angebote gebucht werden.

Naturpark Zittauer Gebirge e. V.
Geschäftsstelle, Windgasse 9
OT Erholungsort Waltersdorf, 02799 Großschönau
Tel. +49 35841 38696 D/5
zittauergebirge@naturpark-verein.de
www.naturpark-zittauer-gebirge.de


Der Berg ruft, das Tal lockt

Im Erholungsort Waltersdorf wandern, rätseln, toben, staunen

Im Zittauer Gebirge zu sein, ohne seine höchste Erhebung erklommen zu haben – für viele ist das undenkbar. Also rein in die Wanderschuhe und los auf die 793 Meter hohe Lausche! Die Wege dahin sind gut ausgebaut und für jeden Wanderer nicht allzu mühsam. Von deutscher wie auch tschechischer Seite führen sie hinauf. Auf dem Gipfel verläuft die Grenze zwischen beiden Staaten. Die Belohnung: Vom neuen Aussichtsturm hat man bei gutem Wetter einen weiten Rundblick ins Land.

Wer möchte Junior-Ranger werden?

Doch es kann gut sein, dass die Kinder lieber schon am Fuße der Lausche verweilen wollen. Denn hier lockt in dem wunderschön restaurierten, 600 Jahre alten Umgebindehaus „Niederkretscham” das
Naturparkhaus Zittauer Gebirge. Eine Erlebnisausstellung mit Videos, Hörstationen und die Gesteinskammer vermitteln mehr über die Landschaft und ihre Entstehung. Im Naturparkgarten ein paar Minuten entfernt kann man sich an verschiedenen Stationen ausprobieren, wie auf dem Barfußpfad, im Baumhaus, an einem Bachlauf mit anschließendem Matschspielplatz. Und man begegnet wie schon in der Ausstellung den Querxen, diesen zwergenhaften Wesen, die der Sage nach einst hier Waldhöhlen und Felsspalten bewohnten. Wer gut aufpasst, kann deren neugierige Fragen beantworten und ein
Junior-Ranger werden.

So viele Umgebindehäuser auf einem Fleck

Mit 660 Umgebindehäusern weist Großschönau die größte Dichte dieser denkmalgeschützten Gebäude in der Region auf. Jedes ist ein Unikat. Entlang der Waltersdorfer Haupt- und Dorfstraße schlängelt sich der Denkmalspfad und informiert über diese einzigartige Volkskultur, ihre Bauweise, eine Kombination aus Fachwerk und Ständerbau. In vielen der schmucken Umgebindehäuser lebten
und webten früher Familien auf engstem Raum.

Großschönauer Textilpfad

Die über 350-jährige lebendige Textiltradition wird auf dem Großschönauer Textilpfad anschaulich erklärt. Entlang aktueller und ehemaliger Fabrikgebäuden, Fabrikantenvillen und Weberhäuser wird
ein Stück der lokalen Geschichte in die Gegenwart geholt. Historische Aufnahmen und archivarische Dokumente auf den Stelen zeigen die Entwicklung vom Handweber zur modernen Textilindustrie. Und
auch an die jüngeren Forscher wurde gedacht: Kleine Rätsel laden zum genauen Lesen der Texte ein.

Rodeln auf „Kasehitschen”

Reizvoll ist auch der Winter in Waltersdorf, vor allem, wenn Schnee liegt. Wintersport hat an den Hängen der Lausche Tradition. Schon um 1900 rodelten die Kinder aus dem Ort mit ihren „Kasehitschen”
(Oberlausitzer Mundartwort für Kinderschlitten) die Berghänge hinab. Selbstverständlich locken auch heute Abfahrts- und Rodelhänge oder der Skiwanderweg „Zittauer Gebirge”.

Tipps:  
  • April-Oktober wöchentlich Ortsführungen (ab 10 Personen auch nach Vereinbarung)
  • Angebote für Schulklassen und Kindergärten
  • Motorrad- und Technikmuseum
  • Deutsches Damast- und Frottiermuseum Großschönau
  • Volkskunde- und Mühlenmuseum Waltersdorf
  • Wanderung entlang von Mandau und Lausur
  • Veranstaltungssaal im Naturparkhaus
  • Trixi-Waldstrandbad
  • Ladestation für E-Bikes am Naturparkhaus

Naturparkhaus Zittauer Gebirge
mit Tourist-Information
Hauptstraße 28
02799 Großschönau
OT Erholungsort Waltersdorf
Tel. +49 35841 2146
touristinfo@grossschoenau.de
www.grossschoenau.de

Einzigartige Trextilgeschichte

In „Schatzkammer” und Schauwerkstatt auf Tuchfühlung gehen / Kunst der Musterzeichner und Weber

Feinste Webwaren aus Damast gingen von Großschönau aus in die Welt. Kaiser, Könige, Fürsten und Bischöfe dinierten an Tafeln mit Tischwäsche aus der Oberlausitz! Seit 1666 wurden hier kunstvolle Damaste gewebt. 1856 kam die Frottierweberei dazu. Die Anfertigung der kostbaren Textilien war aufwendig und dauerte oftmals Monate.
Die Jacquardtechnik ermöglichte zu Beginn des 19. Jahrhunderts höhere Stückzahlen. Es gab die ersten mechanischen Frottierwebstühle in den örtlichen Textilfabriken. 1872 nahm die Großschönauer Webschule als Ausbildungsstätte für Webereiberufe ihre Tätigkeit auf (s. Beitrag unten). Weit über die Grenzen Sachsens hinaus war die erstklassige Ausbildung zum Musterzeichner bekannt.
Ein Musterzeichner war Johann Eleazar Zeissig (1737-1806), der sich nach seinem Geburtsort Schenau nannte. Er wirkte in der Meißner Porzellanmanufaktur, als Direktor der Dresdner Kunstakademie
und bildete Großschönauer Musterzeichner aus, die filigrane Bilder in Damaststoffen erschufen. Deren Mobiliar, Stoffe, Stiche und Bilder, Schriftstücke und Porträts sind in den Ausstellungsräumen
zu sehen. Eine „Schatzkammer der Damaste” zeigt edle Tischwäsche früherer Herrschaften. Bei einer Führung können Besucher noch funktionierende Webstühle in Aktion erleben und erfahren, wie aus
dem Entwurf ein Gewebe entsteht.
Auch für Kinder kann der Besuch ein Abenteuer sein. Sie können staunen und rätseln, zu bestimmten Anlässen auch zwirnen, wickeln und weben. Auch in der Schauwerkstatt wird fleißig gewebt. Großschönauer, von denen einige in der Textilindustrie arbeiteten, halten die Tradition lebendig und historische Technik am Laufen.

Tipps und Termine:
  • Museumsrundgang im Film auf der Internetseite
  • Führungen auf dem Großschönauer Textilpfad mit stattlichen Villen, Umgebindehäusern, Fabrikanlagen, Museum und Webschule
  • Werksverkäufe bei Damino GmbH & Frottana-Textil GmbH und Co.KG.
  • 31. Mai: Textildorffest in Großschönau
  • Großschönau ist Mitglied der Umgebindehausstraße

Deutsches Damast- und Frottiermuseum
Schenaustraße 3
02779 Großschönau
Tel. +49 35841 35469
info@ddfm.de, www.ddfm.de


Webstühle, Wolle und Glas

Eigenes Geschick testen und Tücher aus Glas bewundern – ein Tag in der Webschule Großschönau

Mittwoch, 11 Uhr im Textildorf Großschönau. Die Türen der Webwerkstatt in der Webschule Großschönau öffnen sich. Von Handwebstühlen bis zum kleinen Schulwebrahmen ist alles im Webwerkstatt-
Saal dabei. Die Gäste sehen der Arbeit rund um den Webstuhl zu. Manchmal wird gerade ein Webgerät eingerichtet, ein anderes Mal gewebt.
Die Arbeit in der Werkstatt ist vielfältig und darum jeder Besuch einzigartig. Anfassen und Mitmachen sind hier erwünscht! Die Gewebe auf den Webstühlen, die Geräte selbst und die vielzähligen Garne
laden ein, die eigene Fingerfertigkeit zu testen.
Wer vorher einen Termin vereinbart, kann für sich ein eigenes Stück zum Mitnehmen weben. Wer lieber strickt, stickt oder anderen Handarbeiten nachgeht, ist ebenfalls willkommen, sein Handarbeitsprojekt mitzubringen und in Gesellschaft daran weiterzuarbeiten.
Auf dem „Roten Faden“ können sich alle Gäste verewigen. Der kleine Webstuhl ist eine Art Tagebuch des Webschul-Projekts. Wer möchte, kann aus einem Sammelsurium aus roter Wolle, aber auch anderen Materialien wählen und einige Zeilen weben. Viele Meter sind bereits vollendet – doch es ist noch Platz für mehr „Einträge“.
Nicht nur die Werkstatt, auch das Haus selbst lohnen den Besuch. Hinter der neugestalteten Fassade des Hauptgebäudes, dessen Sanierung im April 2024 abgeschlossen wurde, verbirgt sich ein Schatz!
Ein aufwendig gestalteter Deckenleuchter begrüßt die Gäste. Die „Schwebenden Glastücher“ sind eine Kreation des tschechischen Glaskünstlers Jiri Pacinek, dessen Atelier im nahegelegenen Örtchen Kunratice bewundert werden kann. 
Musterzeichnungen, die teils vor 100 Jahren in der Webschule entstanden, zieren die einzelnen „Tücher“. Wer die Aula der einstigen Ausbildungsstätte betritt, wird mit einem herrlichen Blick über Großschönau zum Hausberg, dem Hutberg, belohnt. Im Saal selbst finden immer wieder Konzerte, Ausstellungen und sonstige Kulturveranstaltungen statt. Hierüber, wie auch über das breit aufgestellte
Kursangebot, informiert das Team der Webschule regelmäßig auf der Homepage sowie in einem Newsletter. Um 18 Uhr, wenn die letzten Besucher das Gebäude verlassen, stehen die Webstühle wieder still. In einer Woche werden sie erneut rattern.
 

Webschule Großschönau
Ansprechpartner: Steffi Friebolin, Annemarie Mönch
Waltersdorfer Straße 48
02779 Großschönau 
Tel. +49 35841 31038
webschule@grossschoenau.de
www.grossschoenau.de/de/webschule-grossschoenau/


Flauschige Alpakas mit Kulleraugen

Übers ganze Jahr einen Besuch wert

Im kleinen Familienhof in Herrenwalde, einem Ortsteil von Waltersdorf, wohnt Familie Staritz mit ihren Zwillingen Paul und Paula – und den vielen Tieren auf dem Hof: den Zwergziegen Lolek, Bolek und Mischa, Laufenten, Hühnern und Hahn, den Katzen Morle und Luise sowie dem Kater Stromer. Vor allem aber warten Alpakas darauf, hier neue Feriengäste kennenzulernen. Zu jeder Jahreszeit kann man sie besuchen, streicheln, führen und füttern. So bei einem gemütlichen Alpakaspaziergang (ca. 2 Stunden) mit anschließender Fütterung auf dem Hof. Oder bei den spannenden Hofrunden (ca. 1 Stunde), die vor allem bei Kindern beliebt sind, weil sie auch mal ganz alleine auf dem Hof mit den Alpakas an der Leine laufen dürfen.

Tipps: 
  • Weitere Infos wie Teilnehmerzahl und Terminreservierung auf www.alpakahof-staritz.de
  • Termine sind Montag bis Samstag möglich
  • Wohnwagen mit bis zu 4 Schlafplätzen
  • Wohnmobil-Stellplätze

Alpakahof Staritz Antje Staritz
Herrenwalde Nr. 26
02799 Großschönau OT Walterdorf D/5
Tel. +49 15168451200
info@alpakahof-staritz.de
www.alpakahof-staritz.de